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4.000 Unterschriften für mehr Geld für Grundschullehrkräfte

4.000 Menschen haben die Onlinepetition der GEW Saarland mit der Forderung "A13 für alle Lehrkräfte an Grundschulen und GHS-Lehrkräfte an GemS!" unterzeichnet. Die Unterschriften wurden an Bildungsstaatssekretärin Andrea Becker übergeben.

26.09.2016

Die GEW Saarland fordert mit der Onlinepetition die Erhöhung von Besoldungsgruppe A 12 (Gehalt zwischen 3.150 und 4.300 Euro brutto) nach A 13 (Gehalt zwischen 3.700 und 4.800 Euro brutto) und damit eine Gleichstellung des Grundschullehreramtes mit anderen Lehrämtern. Zudem soll die Besoldungsgruppe A 13 auch für die Lehrkräfte an Gemeinschaftsschulen wirksam werden. Christine Salm-Gaab, Vorsitzende der Fachgruppe Grundschulen der GEW Saarland, betonte bei der Übergabe der Unterschriften: „Es kann nicht sein, dass die Lehrer nach dem Motto ,Je kleiner die Füße, desto niedriger das Gehalt' bezahlt werden.“

Die saarländische Bildungsstaatssekretärin Andrea Becker (SPD) kündigte laut einem Bericht in der Saarbrücker Zeitung an, die Unterschriften an den Bildungsminister zu übergeben. Danach würden weitere Gespräche stattfinden. Zugleich räumte sie mit Blick auf die geforderte neue Besoldungsstufe jedoch ein: „Dies ist eine vorrangig auf Bundesebene zwischen den Tarifparteien zu klärende Frage.“

Die GEW Saarland beruft sich bei ihrer Forderung nach A13 auf ein Rechtsgutachten. In einer Analyse für die Bildungsgewerkschaft kommen die Europa-Rechtswissenschaftlerinnen Eva Kocher, Stefanie Porsche und Johanna Wenckebach sowohl hinsichtlich der Ausbildung als auch der Tätigkeit von Grundschullehrkräften zu dem Ergebnis, dass es sich bei der Besoldung nach A12 um eine mittelbare Diskriminierung aufgrund des Geschlechts handle. Grundschulen haben mit etwa 90 Prozent den höchsten Frauenanteil bei den Lehrkräften.

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