GEW Thüringen
Sie sind hier:

100 Tage im Amt: Wie die GEW Thüringen den Bildungsminister Helmut Holter einschätzt

Die 100 Tage hat Helmut Holter aus Sicht der GEW Thüringen gut genutzt. Jetzt aber wollen wir Ergebnisse sehen, die die Thüringer Kitas und Thüringer Schulen für Beschäftigte und Kinder und Jugendliche wieder zu Einrichtungen machen, an denen es bildungsgerechter zugeht und an denen gute Arbeitsbedingungen vorherrschen.

24.11.2017 - Kathrin Vitzthum

Mit Helmut Holter ist vor 100 Tagen ein neuer Bildungsminister in Thüringen berufen worden. Mit einigen Zweifeln ob seiner geringen Erfahrungen im Bildungsbereich, aber auch großen Erwartungen durch seine Mitarbeit in der Kommission "Zukunft Schule" hat ihn die GEW Thüringen mit offenen Armen empfangen.

Die Zweifel bestätigen sich zunächst nicht: Helmut Holter sucht das Gespräch, scheut die Auseinandersetzung um schwierige Positionen nicht und hat mit dem Werkstattprozess eine Kommunikationsbasis hergestellt, die die GEW Thüringen seit einiger Zeit nicht mehr erlebt hat.

Doch abgerechnet wird zum Schluss. An die vielen Gespräche müssen sich jetzt auch Entscheidungen anschließen, die deutliche Verbesserungen bringen. Einiges hat er bereits auf den Weg gebracht: die schrittweise Verbesserung des Betreuungsschlüssels in der Kita beispielsweise wie auch zusätzliche Einstellungen in den Vertretungsreservebereich. Dennoch bleiben Forderungen unerfüllt, wie etwa die Umsetzung einer Tariftreueklausel im Kitagesetz oder die unbefristete Einstellung von Lehrkräften. Wenn Thüringen, nicht nur wegen des Fachkräftemangels, attraktiv für den pädagogischen Nachwuchs werden will, muss „Butter bei die Fische“, wie der Nordeutsche gemeinhin zu sagen pflegt.

Zurück