GEW Thüringen
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10. Jahrestagung Internationales – Bildung kann nicht warten!

Es ist inzwischen zu einer guten Tradition geworden, dass die GEW am Ende eines jeden Jahres Rechenschaft über ihre internationale Arbeit leistet und die Aufgaben für das nächste Jahr bespricht. Vertreter aus nahezu allen Bundesländern nutzten erneut Ende November in Bad Hersfeld die Gelegenheit zur Information und Diskussion – über die übliche Arbeit eines Landesverbandes hinausgehend.

01.02.2016 - Jürgen Fischer

Im Mittelpunkt stand dabei die Arbeit der GEW in der Bildungsinternationale, die mehr als 32 Millionen Gewerkschaftsmitglieder vertritt und somit die größte weltweite Gewerkschaftsorganisation ist, deren Vizepräsidentin Marlis Tepe für Europa ist. Eines wurde immer wieder deutlich – internationale Gewerkschaftsarbeit wird immer mehr notwendig! Die Solidarität mit Gewerkschaftsmitgliedern in aller Welt, die wegen ihrer Gewerkschaftsarbeit verfolgt, eingekerkert und getötet werden – sei es in der Türkei, im Iran, in Bahrein, in Kolumbien, ist ein wichtiges Anliegen der GEW. Die Türkei wird auch 2016 ein Schwerpunkt der internationalen Arbeit der GEW sein. Und so ist es nur zu begrüßen, dass die GEW geflüchtete Gewerkschaftler unterstützt, immer wieder gegen die Willkür in den jeweiligen Ländern protestiert, vor Ort präsent ist – viele konkrete Beispiele wurden genannt.

Die zahlreichen Diskussionen – Bildung statt Kinderarbeit, Kampagne für saubere Kleidung, Holocaustgedenken, Weltsozialforum, globale Bildungskampagne – um nur einige zu nennen, verdeutlichten, dass für 2016 viele Aufgaben anfallen werden, angefangen für das Menschenrecht auf Bildung der Flüchtlingskinder in Deutschland. Fachtagungen der Länder zur Migrationsfrage – so auch in Thüringen – sind 2016 unumgänglich. Auch über die Frage, ob man in den Landesverbänden Seminare zu internationalen Themen anbieten soll, wurde diskutiert – in manchen Bundesländern gibt es dies bereits.

Das Ziel „Bildung für alle“, für die Jahre 2000 bis 2015 beschlossen, hat Teilerfolge erzielt, aber noch immer sind z. B. 781 Millionen Erwachsene Analphabeten, davon 64% Frauen. Bildung für alle bleibt Aufgabe und Verpflichtung, Bildung kann nicht warten, aber wie dies realisiert tatsächlich werden kann, darauf konnte auch kein Teilnehmer der Fachtagung – es war übrigens die 10. – keine erschöpfende Antwort finden. Es bleibt viel zu tun.

GEW- AGAL Thüringen

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