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Zeit zum Handeln! Ja zur E13/A13 für Regelschullehrer/-innen

30.11.2016 - GEW Thüringen und tbb beamtenbund und tarifunion thüringen

In einem gemeinsamen Schreiben haben gestern Kathrin Vitzthum, Landesvorsitzende der GEW Thüringen und Helmut Liebermann, Landesvorsitzender der tbb beamtenbund und tarifunion thüringen, Bildungsministerin Dr. Birgit Klaubert und Finanzministerin Heike Taubert an den dringenden Handlungsbedarf bei den Besoldungsregelungen für Regelschullehrern/-innen erinnert und zeitnahe Verbesserungen angemahnt. Die bundesweit schlechteste Bezahlung muss beendet werden, das zwanghafte Sparen auf dem Rücken der Beschäftigten, Schüler/-innen und Eltern ist wenig verantwortungsvoll.

Der bereits jetzt spürbare Mangel an Regelschullehrern/-innen muss durch eine Steigerung der Attraktivität dieses Berufes behoben werden. Die angemessene Eingruppierung ist dabei mitentscheidend. In allen angrenzenden Bundesländern werden diese Lehrkräfte in die Besoldungsgruppe A 13 bzw. Entgeltgruppe E 13 eingruppiert, Thüringen dagegen stuft bis zu zwei Gruppen darunter ein. Regelschullehrer/-innen wandern daher zunehmend ab oder bewerben sich erst gar nicht in Thüringen. In einem ersten Schritt ist daher die Besoldung von Regelschullehrern/-lehrerinnen per Gesetzesänderung anzuheben.

DGB/GEW und tbb/Lehrerverbände haben die beiden Ministerinnen aufgefordert, einen Gesetzentwurf samt Zeitschiene zur Umsetzung vorzulegen. Die Zeit drängt, denn das Verfahren zur Neueinstellung im Jahr 2017 muss die verbesserte Besoldung bereits enthalten. Nur so können weitere Abwanderungen, unter denen neben den verbliebenen Lehrkräften auch die Schüler/-innen leiden, vermindert werden.

Vitzthum und Liebermann führten in dem Schreiben weiter aus, dass die Verbesserung der Besoldung für Regelschullehrer/-innen nur der erste Schritt für einen attraktiven Lehrerberuf sein kann. Das auf Schüler, Eltern und Lehrkräfte zurollende Personalproblem an den Thüringer Schulen muss in einem zweiten Schritt durch bessere Entwicklungsperspektiven und realisierbare Beförderungsmöglichkeiten an den Gymnasien und an den berufsbildenden Schulen ebenso gelöst werden. Dazu gehört die Schaffung neuer Funktionsstellen in diesen Schularten in der Thüringer Besoldungsordnung A.

DGB/GEW und tbb/Lehrerverbände sind sich einig: Wir erwarten aus dem Bildungs- und dem Finanzministerium ein klares Signal zur kurzfristigen Abstimmung des Sachverhalts und ein Gesprächsangebot noch im Dezember.

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Kommentare
Name: Möller, Viola
Zeit zum Handeln
Dem Inhalt des Artikels stimme ich voll und ganz zu. Der Altersdurchschnitt der Kollegien an Regelschulen wird immer höher. Die Arbeitsbelatung steigt, auch durch die Inklusion und Unterrichtung von Jugendlichen mit Migrationshintergrund. Mir fällt es mit meinen Ü60 täglich schwerer, den Anforderungen des Schulalltags gerecht zu werden. Welche Hilfen z.B. Altersteilzeit gibt es für die älteren Kollegen? Auch hier besteht dringender Handlungsbedarf. MfG Viola Möller
30.11.2016 - 18:07
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