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Erfolg der GEW! Erzieher*innen nach Inklusions-Weiterbildung nun mit Beschäftigungsumfang von 80 Prozent

27.10.2017 - GEW Thüringen

Ende September haben wir das Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport (TMBJS) für das ungenutze Potential in Inklusionsfragen weitergebildeter Erzieher*innen kritisiert, denn:

Einige Erzieher*innen haben die vom Thüringer Institut für Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien (Thillm) angebotene Weiterbildung „Förderung im Kontext von Inklusion“ belegt. Im Rahmen dieser Weiterbildung wurde der Beschäftigungsumfang von 50 % auf 80 % aufgestockt, aber nach Beendigung der Weiterbildung dann wieder auf 50 % heruntergefahren. Um mit Inklusionskindern genau die Dinge umzusetzen, die in der Weiterbildung gelehrt wurden, ist jedoch der regelmäßige und andauernde Kontakt und damit der höhere Beschäftigungsumfang notwendig.

Nun hat das TMBJS auf unsere Kritik und unser Einwirken reagiert und die Schulämter angewiesen, dass ab dem ersten Tag nach Beendigung der Weiterbildung auf 80 % Beschäftigungsumfang erhöht werden soll.

Die GEW Thüringen hat sich wieder einmal erfolgreich für die Beschäftigten eingesetzt und begrüßt das Einlenken des TMBJS.

Die Bewilligung der 80 % soll allerdings nur dann geschehen, wenn die zusätzlichen 30 % tatsächlich im Gemeinsamen Unterricht verwendet werden. Sollte diese Bedingung nicht erfüllt werden, soll der Beschäftigungsumfang sofort auf den Stand vor der Weiterbildung, maximal jedoch 60 %, gesenkt werden, so das TMBJS.

Die GEW Thüringen hält allerdings an ihrer Forderung fest, die zusätzlichen Beschäftigungsumfänge auf den gemeinsamen Vormittag und damit auf bessere Voraussetzungen für den Ganztagsschulbetrieb inklusive der Förderung von Inklusionskindern auszuweiten.

Aktuell offen ist, wieviele Erzieher*innen von diesem Weiterbildungsangebot „Förderung im Kontext von Inklusion“ profitieren können. Ebenso offen ist die Frage, wie die zur „Fachkraft für Förderung bzw. Inklusion“ weitergebildeten Erzieher*innen zukünftig eingruppiert werden. Beide Fragen wird die GEW Thüringen in Eurem Interesse in den nächsten Gesprächen mit den Vertreter*innen des TMBJS offensiv ansprechen.

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