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Die GEW hat sich eingebracht: Werkstattprozess „Zukunft Schule“ – Forum der Bildungspartner

30.10.2017 - Kathrin Vitzthum

Am 28. Oktober 2017 hat das TMBJS Lehrer*innen und Erzieher*innen, die Gewerkschaft GEW und weitere Verbände sowie Vertreter*innen des Ministeriums und Teilnehmer*innen der vorausgegangenen Foren eingeladen, um den Übergang von Phase 1 zu Phase 2 des Werkstattprozesse einzuläuten.

Diskutiert wurden an den acht Themenstationen nun nicht mehr nur die Empfehlungen der Kommission „Zukunft Schule“, sondern auch die Empfehlungen, die in den anderen Foren weiterentwickelt oder neu entstanden sind. Dieser spannende Prozess offenbarte ein weiteres Mal, wie komplex das Thema Schule ist. Es wird ein Spagat werden. Ein Spagat zwischen kurzfristig zu entscheidenden, aber auch kurzfristig wirkenden Maßnahmen einerseits und mittel- und langfristigen Maßnahmen andererseits, die Thüringer Schulen besser für zukünftige Aufgaben rüsten. Ein Spagat, die aktuellen Probleme zu lösen, ohne die Zukunft aus dem Blick zu verlieren, ein Spagat, sich vom Alltag nicht diktieren zu lassen, was künftig anders werden muss. Ein Spagat, den sich der Bildungsminister, der zugleich auch Sportminister ist, offenbar zutraut.

Entscheidend ist jedoch auch, dass Bildungspolitik in Thüringen nicht an Legislaturperioden festgemacht werde. Gelingt es, verbindliche Verabredungen zu treffen, die auch von der nächsten Regierungskoalition eingehalten werden? Uns als GEW treibt genau diese Frage an, denn Veränderungen und Auswirkungen im Bildungsbereich dürfen sich nicht an Wahlperioden orientieren.

„Gemeinsam müssen wir an der Rübe ziehen“, so formulierte es Helmut Holter am Samstag. Doch, um im Bild zu bleiben, es wird nicht reichen, nur an der Rübe zu ziehen. Auch der Boden muss gelockert werden, damit beim Ziehen nicht ein Teil der Rübe in der Erde bleibt. Es wird an allen Beteiligten liegen, wie der Umsetzungsprozess gelingt. Wir als GEW werden uns jedenfalls intensiv in die Umsetzungswerkstätten und die parallel laufenden Verhandlungen zum Personalentwicklungskonzept einbringen. Mit der neuen Offenheit, die am Samstag erlebbar war, stehen die Chancen so schlecht nicht, dass sich an den Thüringer Schulen etwas bewegt.

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