|
Aktuelles Tarifrunde 2011 | ||||||
| Tarifrunde 2011 | ||||||
| Gute Bildung ist nicht umsonst | ||||||||||||||||||||||
![]() Infos des GEW-Hauptvorstandes zur Tarifrunde 2011
| Nach gelungenem Jahresstart 2011 stehen wir, die Gewerkschaften und die im Bildungsbereich tätigen Beschäftigten, vor der ersten großen Herausforderung. Am 04. Februar beginnt die Tarif - und Besoldungsrunde für die Beschäftigten der Länder. Im Dezember 2010 haben die Tarifkommissionen von GEW, ver.di und tbb-tarifunion die Forderungen beschlossen. Die Kernforderungen sind:
Das Ergebnis der Tarifverhandlungen hängt wesentlich von der Bereitschaft der Beschäftigten zur Teilnahme an Aktionen und Streiks ab. Wie der Verhandlungsführer der Arbeitgeber, der Finanzminister Niedersachsens Hartmut Möllring, den Gewerkschaften mitteilte, wird ein Ergebnis oberhalb von 1 % bei ihm nur mit Arbeitskampfmaßnahmen zu erreichen sein. Dies in einem Umfeld, wo Politiker aller Parteien nicht müde werden zu betonen, dass die laufende Wirtschaftserholung nicht ohne kräftige Lohn- und Gehaltssteigerungen dauerhaft tragfähig ist. Wir als GEW wollen Sie und Ihre Kolleginnen und Kollegen über die Inhalte der beginnenden Tarifrunde informieren und mit Ihnen über deren Ausgestaltung ins Gespräch kommen. Daher laden wir Sie herzlich zu Mitgliederversammlungen der Kreis- und Betriebsverbände der GEW Thüringen ein. Lassen Sie uns mit dem alten Sprichwort in die Tarifrunde gehen: „Nicht der Wind, sondern das Segel bestimmt die Richtung“! Sorgen Sie mit dafür, dass das Segel gut gespannt ist, machen Sie mit. Gemeinsam schaffen wir das! Mit freundlichen Grüßen Ihr Torsten Wolf GEW-Landesvorsitzender ![]() |
| ||||||||||||||||||||
![]() | ||||||||||||||||||||||
| Gewerkschaften fordern 50 Euro Sockel plus 3 Prozent und den Abschluss einer Entgeltordnung | ||||||||||||||||||||||
| Die Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes – ver.di, Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Gewerkschaft der Polizei (GdP) sowie dbb-Tarifunion – haben am 14.12.2010 ihre Forderungen vorgestellt. Neben einer Lohnerhöhung von 50 Euro Sockelbetrag plus einer weiteren 3-prozentigen Erhöhung steht – besonders für den Bildungsbereich – die Forderung nach Abschluss der Entgeltordnung unter Einschluss der Entgeltordnung für Lehrkräfte im Vordergrund. Diese Lohnforderung entspricht im Durchschnitt einer 5-prozentigen Lohnsteigerung, wobei zu beachten ist, dass durch den Sockelbetrag eine von der Mehrheit gewünschte soziale Komponente geschaffen wurde. Hinzu kommt die Forderung nach Abschluss der Entgeltordnung – wie dies in der Tarifeinigung von 2009 enthalten ist. Die Kosten dafür sollen nicht auf das materielle Ergebnis angerechnet werden. Die GEW erwartet erbitterten Widerstand der Länder und setzt auf die entschlossene Kampfkraft der Gewerkschaften, um erfolgreich zu sein. Man könnte meinen, dass die Forderung zu niedrig und deshalb die KollegInnen nicht zu mobilisieren seien. Dem halten die Tarifpartner entgegen, dass Gewerkschaften nicht an der Forderung gemessen werden, sondern an dem, was sie durchsetzen können. Um die Lehrkräfteentgeltordnung durchzusetzen, werden die angestellten Lehrkräfte mit Sicherheit streiken müssen – und zwar nicht nur einen Tag. Darauf müssen sich die GEW-Mitglieder jetzt vorbereiten. Bereits im Januar werden die ÖD-Gewerkschaften öffentliche Kampagnen starten, um die Bedeutung und Leistung der Beschäftigten der Länder zu würdigen. Die GEW plant, in der letzten Januarwoche und der zweiten Februarwoche öffentlichkeitswirksame Aktionen durchzuführen. Wir bitten alle unsere Mitglieder, sich an den regionalen Aktionen zu beteiligen. Über das Tariftelegramm werden wir jeweils informieren, wo was stattfindet. Für die GEW hat der Abschluss einer Länder-Entgeltordnung, insbesondere für Lehrkräfte, einen hohen Stellenwert. Für diese Forderung macht sich auch ver.di stark. Ilse Schaad, Verhandlungsführerin für die GEW, betont: „Es geht darum die Verhandlungszusage aus dem Jahr 2006 endlich umzusetzen. Die Hängepartie auf Kosten der Beschäftigten muss beendet werden. Das ist auch im Interesse der Länder: Sie müssen den Nachwuchs für den Lehrerberuf sicherstellen. Die Lage auf dem Arbeitsmarkt für Lehrkräfte spitzt sich immer mehr zu, wir steuern sehenden Auges auf einen dramatischen Lehrermangel zu. Nur wenn Arbeitsbedingungen und Gehalt stimmen, werden sich wieder mehr junge Menschen für den schönen Beruf des Lehrers entscheiden“. Die zwischen den Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes abgestimmten Beschlüsse umfassen außerdem die Forderung nach einer Öffnungsklausel, die es ermöglicht, in einzelnen Bundesländern Verhandlungen über eine Neuregelung der Altersteilzeit aufzunehmen. Außerdem fordern sie einen Bonus für Gewerkschaftsmitglieder, der deren Einsatz für die Gestaltung der Arbeitsverhältnisse, den Erhalt der Tarifautonomie und damit des sozialen Friedens würdigt. Der Tarifabschluss soll zeit- wie wirkungsgleich auf Beamtinnen und Beamte übertragen werden. Als Laufzeit fordern die Gewerkschaften 14 Monate. Damit würde die nächste Tarifrunde im Bereich der Länder synchron zum TVöD stattfinden, was der gewerkschaftlichen Strategie entspricht, einen möglichst großen Gleichklang für alle Beschäftigten im öffentlichen Dienst wiederherzustellen. Die GEW-Forderungen nach einer Erweiterung des Geltungsbereichs um Lehrkräfte an künstlerischen Hochschulen sowie wissenschaftliche Hilfskräfte und Verbesserungen für die zunehmende Zahl der Fristbeschäftigten im Hochschulbereich wurden von der ver.di-Bundestarifkommission übernommen. Die Verhandlungen beginnen am 4. Februar 2011. (aus dem Länder-Tariftelegramm der GEW) | ||||||||||||||||||||||
| Ohne EGO kein L-EGO | ||||||||||||||||||||||
Rechtzeitig vor Beginn der Tarifrunde 2011 hat der GEW Hauptvorstand eine neue Broschüre veröffentlicht. Sie liefert Hintergrundinformationen zu den seit September 2009 laufenden Verhandlungen über eine Entgeltordnung für Lehrkräfte und angrenzende Themen:![]()
| Seit 1. November 2006 ist der Tarifvertrag für die Beschäftigten der Länder, der TV-L in Kraft. Ein wesentlicher Teil fehlt diesem Tarifvertrag aber noch, die Entgeltordnung – EGO. Die Verhandlungen zur allgemeinen Entgeltordnung blieben bisher ohne konkretes Ergebnis. Ohne eine tarifvertragliche Eingruppierungsregelung kann sich der Arbeitgeber mit einem Federstrich eine erkämpfte Lohnerhöhung doppelt und dreifach zurückholen. Die Tarifierung einer Entgeltordnung hat deshalb für die Gewerkschaften in der Tarifrunde 2011 hohe Priorität. Für die Lehrkräfte an den Schulen und Hochschulen geht es um mehr. Für sie gab es noch nie eine tarifliche Eingruppierungsregelung. Hier gilt auch für die Angestellten das einseitig bestimmbare Beamtenrecht. Die größten und nachhaltigsten Einsparungen haben die Arbeitgeber im öffentlichen Dienst dadurch erreicht, dass sie die Lehrkräfte schon immer schlechter bezahlen als andere akademisch ausgebildete Beschäftigte. Im Zusammenhang mit den Verhandlungen zur Entgeltordnung haben wir die Chance – vielleicht die letzte – diesen Zustand zu ändern. Für die Erzieher/innen in den Kommunen ist es gelungen, eine tarifliche Eingruppierungsregelung zu erzwingen. Sie muss aber noch auf die Länder übertragen werden. Erfolgreich werden wir aber nur sein, wenn wir zusammen den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen. Wir brauchen L-EGO für unser EGO! ![]() | |||||||||||||||||||||
![]() | ||||||||||||||||||||||
| Materialien | ||||||||||||||||||||||
![]()
| ||||||||||||||||||||||
| Aktuelle Videos vom Tarifkampf 2011 | ||||||||||||||||||||||