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26.07.2011 PM 34/2011 Diskussion um den Hort

Die Einheit von Grundschule und Hort als Ganztagesangebot muss erhalten bleiben – In den Sommerferien kommt bei den Horterzieherinnen und –erziehern Unsicherheit auf

 PM34_Diskussion_zum_Hort.pdf
 Hort, 77 KB



Die Unsicherheit über die Zukunft der Horte ist vor allem die Sorge der Horterzieherinnen und -erzieher um ihren Arbeitsplatz. „Unsere Kolleginnen und Kollegen in den Grundschulhorten leisten mehr als Nachmittagsbetreuung. Sie werden häufig als Zweitkraft im Vormittagsunterricht eingesetzt und machen damit individuelle Förderung möglich“, erklärt Torsten Wolf, Vorsitzender der Bildungsgewerkschaft GEW Thüringen. „Doch die Signale aus dem Bildungsministerium, Grundschulhorte aus der Landesverantwortung zu nehmen und den Kommunen zu übergeben, löst bei den Beschäftigten große Unsicherheiten aus.“

Für die GEW Thüringen sind indes vier zentrale Punkte in der beginnenden Debatte wichtig: „Wir wollen, dass die Kolleginnen und Kollegen unter besseren Bedingungen ihre Arbeit erfüllen können. Dazu muss es möglich sein, die personelle Situation sicherzustellen“, macht Wolf deutlich. „Grundschule und Hort sind eine Einheit, in der alle an der Einrichtung tätigen Pädagoginnen und Pädagogen miteinander Verantwortung für eine ganztägige Bildung, Erziehung und Betreuung übernehmen. Aus unserer Sicht ist daher notwendig, die pädagogische und personelle Hoheit in einer Hand zu belassen.“

Die Bedingungen in den Thüringer Landkreisen sind oft sehr unterschiedlich, je nachdem, ob sich die Kommunen am noch laufenden Modellprojekt zur Weiterentwicklung der Thüringer Grundschulen (Hortkommunalisierung) beteiligt haben. Das Projekt ist noch nicht ausgewertet. Die GEW Thüringen hat daher am 4. Juli 2011 eine Onlinebefragung zur weiteren Entwicklung der Grundschulhorte gestartet. Rund 180 Menschen haben sich bis jetzt an der Befragung beteiligt. Erste Tendenzen zeigen, dass der Thüringer Weg sowohl von den Beschäftigten als auch von den Eltern als erfolgreich wahrgenommen wird. Von 124 Pädagog/innen an Grundschulen haben 85 angegeben, am Modellprojekt Hortkommunalisierung teilzunehmen. Gleichzeitig geben 115 von ihnen an, die Verantwortung für den Hort sei wieder an das Land zurückzugeben.

Die GEW Thüringen wird in den nächsten Wochen und Monaten mit den betroffenen Beschäftigten Standards zum Grundschulhort erarbeiten. „Wir erhoffen uns durch eine intensiv geführte Debatte im Vorfeld von ministeriellen Entscheidungen, dass wir den Thüringer Weg erhalten und ausbauen können. Wir rufen daher alle Erzieher/innen, Grundschullehrer/innen, Schulleiter und Eltern auf, sich an der Befragung zu beteiligen. Nur so können wir die Bedingungen vor Ort besser verstehen und ein tragfähiges Konzept erarbeiten“, so Wolf.

Die Onlinebefragung ist erreichbar unter:
http://www.gew-thueringen.de/Hortkommunalisierung.html#Section6226

Für Rückfragen steht Ihnen Petra Rechenbach, Referentin für Frühkindliche Bildung, Sozialpädagogik und Schule (0361 – 590 95 23) selbstverständlich zur Verfügung.


Petra Rechenbach

Telefon: 

0361 59095 - 23

Fax:

0361 59095 - 60

E-Mail-Adresse



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