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30.06.2011 PM 32/2011 “Koalitionsstreit zur Schulordnung belastet die Schulen“

Verschiebung der neuen Schulordnung nicht zielführend

„Der manifeste Koalitionskonflikt zum Thema Schulordnung ist hausgemacht“, so Torsten Wolf, Vorsitzender der Bildungsgewerkschaft GEW Thüringen, zur heutigen Entscheidung im Bildungsausschuss des Thüringer Landtages.

 PM32_Schulordnung.pdf
 PM 32/2011 Schulordnung, 53 KB



„Durch eine rechtzeitige und umfassende Einbeziehung der GEW Thüringen sowie der Elternvertreter/innen bei der Ausarbeitung der Schulordnung durch das Bildungsministerium wäre das Ergebnis ein für alle akzeptabler Entwurf gewesen. Über diesen hätte der Bildungsausschuss deutlich vor dem Ende des Schuljahres entscheiden können.“

Torsten Wolf befürchtet, dass die ablehnende Haltung der CDU die Kolleginnen und Kollegen weiter verunsichert. Der jetzt vorgelegte Entwurf entspricht weitestgehend den von den Kolleginnen und Kollegen formulierten und sich am neuen Thüringer Schulgesetz orientierten Anforderungen im Sinne der individuellen Förderungen und des längeren gemeinsamen Lernens.

„Wir sind uns bewusst, dass die heutige Entscheidung über die Thüringer Schulordnung recht spät in den Schulen ankommt. Eine Reihe von Regelungen sind aber mit Übergangsfristen versehen, die es den Schulen ermöglicht, ihren eigenen Rhythmus in der Umsetzung zu finden.“

Dass die Schulordnung erst heute im Bildungsausschuss des Thüringer Landestages und damit kurz vor Schuljahresende verabschiedet wird, liegt auch an den intensiven und notwendigen Diskussionen der letzten Wochen und Monate. Die GEW Thüringen begrüßt ausdrücklich die Ergebnisse der öffentlich geführten Debatte und die Überarbeitung des ersten Entwurfs. „Diese Diskussionen waren dringend geboten und aus unserer Sicht auch erfolgreich. Die Umsetzung selbst wird einige Zeit in Anspruch nehmen. Wir trauen unseren Kolleginnen und Kollegen zu, die Veränderungen mit der notwendigen Sorgfalt in den Schulalltag zu integrieren“, erklärt Torsten Wolf.

Die Schulen werden sich in der Vorbereitungswoche intensiv mit den Umsetzungsmöglichkeiten auseinandersetzen. Die Diskussionen haben auch gezeigt, dass Veränderungen Zeit brauchen. Diese Zeit werden die Schulen auch über die Vorbereitungswoche hinaus haben. Dazu meint Wolf: „Gute Schule braucht diese Zeit. Aber man muss auch irgendwann anfangen, den Schulalltag den veränderten Bedingungen anzupassen. Jetzt ist es soweit. Wir setzen in unsere Kolleginnen und Kollegen viel Vertrauen. Das Ministerium fordern wir auf, die Schulen bestmöglich durch die Veränderungen zu begleiten und zu unterstützen. Dazu ist es notwendig, ein Personalentwicklungskonzept zu erarbeiten und die Personalsituation an den Thüringer Schulen durch Neueinstellungen im Umfang der altersbedingt ausscheidenden Lehrerinnen und Lehrer zu entspannen.“


Anfragen können gerichtet werden an:


Torsten Wolf



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