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01.12.2010 PM 32/2010: Rettungsschirm für die Bildung – Wer Banken rettet, darf Bildung und Kultur nicht im Regen stehen lassen

Ein bildungsbereichsübergreifendes Bündnis ruft am 08.12.2010 von 16 Uhr bis 19 Uhr vor dem Thüringer Landtag zu einer Protestkundgebung gegen die geplanten Kürzungen auf. Die Veranstalter wollen mit der Kundgebung auf die gravierenden Probleme aufmerksam machen, die durch die Kürzungen entstehen.
Am 09.12.2010 entscheiden die Abgeordneten des Thüringer Landtags über den von der
Regierungskoalition vorgelegten Haushaltsentwurf. Dieser sieht insgesamt gut 40 Millionen Euro
Kürzungen im Bereich von Hochschulen, Schulen und Erwachsenenbildung vor. Das Bündnis
will dagegen die Abgeordneten überzeugen, dass nur Investitionen in die Bildung auch
Investitionen in die Zukunft sind. Wenn Thüringen sich als selbst ernanntes Bildungsland Nr. 1
tatsächlich ernst nimmt, in dem es gute Bedingungen für lebensbegleitendes Lernen,
Bildungsgerechtigkeit und individuelle Förderung zum Erhalt einer lebendigen Bildungs- und
Kulturlandschaft schafft, dann dürfen die geplanten Kürzungen nicht zur Realität werden.

Bereits am 19.11.2010 protestierten rund 900 Eltern, Schüler und LehrerInnen der Schulen in
freien Trägerschaft vor dem Landtag, am 23.11.2010 waren knapp 3.500 Studierende und
Beschäftigte an Hochschulen dem Aufruf zum Protest gefolgt. Im Rahmen dieser Kundgebung
wurden Bildungsminister Christoph Matschie 4.000 Unterschriften übergeben, die innerhalb einer
Woche an Thüringer Hochschulen gesammelt wurden. Obwohl Minister Matschie die
Unterschriftsrollen entgegennahm, hat er sie vergessen. Nun wollen die TeilnehmerInnen erneut
versuchen, die Unterschriften und die damit verbundenen Forderungen zu übergeben.

Rettungsschirm für die Bildung – für die KundgebungsteilnehmerInnen heißt dies auch, am
08.12.2010 ihre eigenen Rettungsschirme (Regenschirme) mitzubringen, die auf ein Signal hin
gleichzeitig geöffnet werden.

Zum jetzigen Zeitpunkt haben folgende Organisationen den Aufruf unterzeichnet:

Arbeit und Leben Thüringen, Landtagsfraktion Die LINKE, GEW Thüringen, ver.di Thüringen,
DGB-Thüringen, Ländliche Erwachsenenbildung Thüringen, Paritätisches Bildungswerk
Thüringen, DGB-Jugend Thüringen, Thüringer Landeselternverband Kindertagesstätten,
Landtagsfraktion Bündnis 90/die Grünen, Landesorganisation der freien Träger in der
Erwachsenenbildung Thüringen, Personalräte der Thüringer Hochschulen, AWO-Bildungswerk
Thüringen, Evangelische Erwachsenenbildung Thüringen, Landesverband von Bündnis 90/die
Grünen Thüringen, BI gegen Billiglohn - für Gleichbehandlung, Landesverband Die LINKE
Thüringen, Linksjugend [‚solid] Thüringen, Konferenz Thüringer Studierendenschaften


Für Rückfragen stehen Ihnen zur Verfügung:

Rolf Düber (DGB Thüringen): 0361 – 59 61 440
Kathrin Vitzthum (GEW Thüringen): 0361 – 590 95 22
Susanne Hennig (Fraktion Die LINKE): 0172 – 352 08 84


Anfragen können gerichtet werden an:


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