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18.05.2011 PM 24/2011 Hat die Landesregierung noch Interesse an ergebnisorientierter Verhandlung zu Lehrerteilzeit?

GEW schlägt Schlichtung im festgefahrenen Konflikt vor

 PM24_Floating.pdf
 PM Floating, 52 KB



Mit großer Ernüchterung erlebten die Tarifpartner der Arbeitnehmerseite die kompromisslose Linie der Landesregierung bezüglich einer Verbesserung für die in Zwangsteilzeit arbeitenden Lehrerinnen und Lehrer in Thüringen. „Dies waren keine Verhandlungen. Die Landesregierung ist auf unsere Entwürfe nicht eingegangen ist und hat auch keine eigenen Vorschläge unterbreitet. Das war der Versuch des Diktats eines Ergebnisses. Daher mussten wir ohne Ergebnis den Verhandlungstisch verlassen“, stellt Torsten Wolf von der Bildungsgewerkschaft GEW fest.

Dabei legte die Arbeitnehmerseite am 06.05.2011 zwei neue Vorschläge zur Lösung des Konflikts und der Erfüllung des CDU-SPD-Koalitionsvertrages vor. Diese sahen vor, dass der nicht genutzte Stellenumfang der Floater genutzt wird, um allen 2.900 noch in Teilzeit befindlichen Lehrerinnen und Lehrern ein Angebot eines geringfügig höheren Beschäftigungsumfangs zu machen. Dabei wäre für die Landesregierung lediglich für das Schuljahr 2011/2012 ein möglicher höherer Stellenumfang von 17 Stellen entstanden,. Die Landesregierung war aber nicht bereit, den Floating-Beschäftigten, die seit fast 15 Jahren einen entscheidenden Beitrag zur Konsolidierung des Thüringer Haushaltes getragen haben, hier ein Stück entgegen zu kommen. Offenbar ist sie auch nicht bereit, ihren eigenen Koalitionsvertrag zu erfüllen.

Die Tarifkommission der GEW nahm das Ergebnis enttäuscht zur Kenntnis. Sie fordert die Landesregierung auf, mit den Gewerkschaften in einem Schlichtungsverfahren mögliche Lösungen als Ultima Ratio in den Floatingverhandlungen zu suchen. Es geht um die Anerkennung der Interessen der in Teilzeit beschäftigten Pädagoginnen und Pädagogen, darunter in den letzten Jahren auch zahlreiche neu eingestelltes Lehrpersonal.

„Es ist unverständlich“, so Wolf, „dass es das Land Thüringen nicht schafft, den jahrelang geübten Verzicht der Floater durch ein angemessenes Angebot zu würdigen. Wir setzen nun auf ein schnelles Schlichtungsverfahren, damit wir noch in diesem Schuljahr zu einer Lösung kommen.“


Anfragen können gerichtet werden an:


Torsten Wolf

Telefon: 

0361 59095 - 12

Fax:

0361 59095 - 60

E-Mail-Adresse



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