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| Die GEW Thüringen hatte bereits Ende des letzten Jahres die deutliche Reduzierung der Bildungsausgaben kritisiert und befürchtet nun, dass der Rotstift des Finanzministers erneut auch vor dem Bildungs- und Wissenschaftsbereich nicht Halt macht.
„Thüringen will Bildungsland Nr.1 werden. Das ist hinsichtlich der demografischen Entwicklung begrüßenswert. Mit Blick auf die Ausgabenentwicklung fragen wir uns allerdings, wie das realisiert werden soll“, schätzt Torsten Wolf, Vorsitzender der Bildungsgewerkschaft GEW die Lage ein. Nach eigenen Berechnungen mit aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes kommt Thüringen im Bereich der Bildungsausgaben gerade auf einen Platz im Mittelfeld. So sind zwar die Bildungsausgaben des Landes pro Kopf seit 2000 gestiegen, dennoch belegt Thüringen damit nur Platz acht. „Der Anteil der Bildungsausgaben am Gesamthaushalt betrug 2010 19,1 Prozent. Damit liegt Thüringen unter dem Bundesschnitt von 20,63 Prozent. Und was wirklich dramatisch ist: Der Anteil ist seit dem Jahr 2000 gesunken“, kritisiert Wolf die Haushaltspolitik. „Bildungsausgaben sind Investitionen in Menschen und damit in die Zukunft. Wir werden nicht zulassen, dass nach den massiven Kürzungen im Hochschulbereich im letzten Jahr weitere Kürzungen in Bildung, Wissenschaft und Erziehung durchgesetzt werden.“

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