| | Am gestrigen Samstag wurde Torsten Wolf zum neuen Vorsitzenden gewählt. Die Wahlen für den Geschäftsführenden Vorstand wurden am Samstag und Sonntag fortgesetzt.
Als stellvertretende Vorsitzende stehen ihm Rüdiger Schütz, Steffi Kalupke und Andreas Heimann zur Seite. Ein satzungsändernder Antrag hat diese Konstellation möglich gemacht. Bisher waren die zwei stellvertretende Vorsitzenden für die Vorstandsbereiche „Tarif- und Beamtenpolitik“ und „Bildungspolitik“ zuständig. Mit dem dritten stellvertretenden Vorsitzenden erhält nun auch der Vorstandsbereich „Organisation“ eine stärkere persönliche Anbindung. Das Amt des stellvertretenden Vorsitzenden ist wie der gesamte Geschäftsführende Vorstand ehrenamtlich.
Zu den Personen:
Rüdiger Schütz (56) ist als Mitbegründer der GEW Thüringen von Anbeginn deren stellvertretender Vorsitzender. Schütz ist verantwortlich für den Vorstandsbereich „Bildungspolitik“ und außerdem Vorsitzender des Kreisverbandes Jena-Saale-Holzland. Hauptberuflich ist er amtierender Schulleiter der Integrierten Gesamtschule Jena. Er hat drei Kinder. Rüdiger Schütz erhielt 79% der Delegiertenstimmen.
Steffi Kalupke (51) war bisher Leiterin des Referates Gewerkschaftliche Bildung und Mitgliederbetreuung und wird als stellvertretende Vorsitzende auch diesen Vorstandsbereich übernehmen. Sie ist Lehrerin in der Regelschule Bad Sulza, Vorsitzende des Kreisverbandes Apolda und Mitglied des Hauptpersonalrates beim Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur. Sie hat zwei Kinder und engagiert sich ehrenamtlich für die Elterninitiative für krebskranke Kinder Jena e.V. Sie wurde von 95% der Delegierten gewählt.
Andreas Heimann (43) ist bislang der jüngste Kreisvorsitzende der GEW Thüringen. Den Kreisvorsitz im Ilmkreis übernahm er im April 2006. Als stellvertretender Vorsitzender wird er den Vorstandsbereich „Tarif- und Beamtenpolitik“ übernehmen. Heimann ist Grundschullehrer in Arnstadt und hat zwei Kinder. Er konnte 96% der Delegiertenstimmen auf sich vereinen.
Für folgende Referate wurden ebenfalls die Leiterinnen und Leiter durch die Delegieren der LVV gewählt:
Referat Angestellte und Beamte
| Bärbel Lippert
| Referat allgemein- und berufsbildende Schulen
| Marlies Jung
| Referat Hochschule und Forschung
| Thomas Hoffmann
| Referat Erwachsenenbildung und berufliche Fort- und Weiterbildung
| Uwe Roßbach
| Referat Frühkindliche Bildung und Sozialpädagogik
| Katrin Osterloh
| Referat Gewerkschaftliche Bildungsarbeit und Mitgliederbetreuung
| Jochen Weiß
| Leiter der Landesrechtsschutzstelle
| Jürgen Röder
| Schatzmeister
| Dr. Uwe Holzbecher
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Die Landesvertreterversammlung hat in ihrer Beratung satzungsändernde Anträge beschlossen.
Neu ist das Referat Erwachsenenbildung und berufliche Fort- und Weiterbildung. Der Bereich war bisher in das Referat Berufs- und Erwachsenenbildung integriert. Die Erwachsenenbildung erfährt durch diese Änderung eine Aufwertung im Hinblick auf Fragen der Mitgliederbetreuung und –gewinnung. Die zum alten Referat Berufs- und Erwachsenenbildung gehörenden berufsbildenden Schulen wurden mit deutlicher Mehrheit in das Referat Allgemeinbildende Schulen integriert, welches nun Allgemein- und berufsbildende Schulen heißt. Dort sollen alle schulischen Fragen zusammengeführt werden, wie es seit 2000 schon in der Praxis des Hauptpersonalrates beim TMBWK üblich war.
Beraten wurden auch bildungspolitische Themen wie die rechtliche Stellung der Lehrkräfte an den neu entstehenden Thüringer Gemeinschaftsschulen sowie die Umsetzung des Gemeinsamen Unterrichts. Auch wenn die Delegierten beiden Anträgen zur Unterstützung der Weiterentwicklungen zugestimmt haben, blieben vor allem beim Gemeinsamen Unterricht noch Fragen offen. Die GEW Thüringen wird hier auf kritische Begleitung setzen und vor allem die Erfahrungen der betroffenen Kolleginnen und Kollegen immer wieder mit einbringen
Verabschiedet wurde das Hochschulpolitische Programm der GEW Thüringen, das sowohl die Personalvertretung als auch die Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten an den Hochschulen deutlich verbessern soll. Etwa 75 Prozent des wissenschaftlichen Personals in Thüringen ist prekär beschäftigt.
Am Rande der Landesvertreterversammlung versteigerte die Landesgeschäftsstelle das sogenannte Bildungshaus, das Symbol des vor vier Jahren verabschiedeten Bildungsrahmengesetzes (BiRG). Der Erlös von 450 Euro wird dem Kinderhospiz Mitteldeutschland gespendet.
| Anfragen können gerichtet werden an:
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