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24.02.2011 PM 12/2011 Auftaktkundgebung vor dem Thüringer Finanzministerium

Ein gelungener Auftakt, so das Fazit der Thüringer Lehrkräfte. Insgesamt waren 300 TeilnehmerInnen dem Aufruf zur Kundgebung vor dem Thüringer Finanzministerium gefolgt.
Zuvor machte ein Autokorso mit knapp siebzig Fahrzeugen auf die Forderungen der Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes aufmerksam. "Wir sind zufrieden mit dem Auftakt. Es ist uns gelungen, mit den Kolleginnen und Kollegen dem Finanzminister persönlich unsere Forderungen deutlich zu machen", so der Landesvorsitzende der Bildungsgewerkschaft GEW Thüringen. Vor allem GEW-Fahnen und Transparente bestimmten Autokorso und Kundgebung.

Finanzminister Voß nahm den Protest der Beschäftigten persönlich entgegen, drückte Verständnis für die Positionen aus und machte zugleich auf die angespannte Lage der öffentlichen Haushalte aufmerksam. Doch dies war den Teilnehmenden zu wenig. Sie forderten den Finanzminister lautstark auf, die gewerkschaftlichen Forderungen in der Tarif- und Besoldungsrunde ernst zu nehmen und in der morgen beginnenden zweiten Verhandlungsrunde ein akzeptables Verhandlungsangebot vorzulegen.

Die Gewerkschaften GEW, ver.di, GdP, tbb hatten gemeinsam mit der IG BAU zu einer Auftaktkundgebung aufgerufen, um die Forderungen in der Tarif- und Besoldungsrunde nochmals zu bekräftigen:
* Anhebung der Tabellenentgelte um einen Sockelbetrag von monatlich 50 Euro, * lineare Erhöhung um 3 Prozent,
* Laufzeit von vierzehn Monaten ab dem 1. Januar 2011,
* Übernahme aller Auszubildenden im Länderbereich sowie
* eine Öffnung, um auf Landesebene über Altersteilzeit verhandeln zu können.

Für die GEW ist insbesondere die Einführung einer Allgemeinen Entgeltordnung inklusive der Lehrerentgeltordnung von zentraler Bedeutung. Mit ihr werden die Schlechterstellungen, die der TV-L den Tarifbeschäftigten eingebracht hat, korrigiert. Derzeit werden angestellte Lehrkräfte niedriger eingruppiert als zuvor, steigen langsamer auf und gelangen so später in die Höhergruppierung.

Die beteiligten Gewerkschaften kündigten an, während der laufenden Verhandlungen weiter Druck auszuüben und mit Aktionen in der Öffentlichkeit ihre Forderungen zu unterstreichen.

Die Verhandlungen werden am 24./25. Februar und vom 9. bis 11. März 2011 in Potsdam weitergeführt.

Für Rückfragen stehen wir Ihnen selbstverständlich gern zur Verfügung.


Anfragen können gerichtet werden an:


Video von der Auftaktveranstaltung


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