| | Die Lehrkräfte an den Schulen und Hochschulen in Thüringen fordern die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) auf, die Verzögerungstaktik bei den Tarifhandlungen zur Entgeltordnung des TV-L aufzugeben und die Eingruppierung von Lehrkräften erstmals tariflich zu regeln. Die Arbeit aller Lehrkräfte ist in den vergangenen Jahren schwieriger geworden. Gleichzeitig sind die Erwartungen der Eltern und der Gesellschaft an die Lehrkräfte gestiegen. Viele der angestellten Lehrkräfte sind zu dem in Teilzeit oder arbeiten mit befristeten Verträgen. Sie verrichten die gleiche Arbeit wie ihre verbeamteten Kolleginnen und Kollegen, müssen aber mit wesentlich weniger Gehalt auskommen. Das wollen die angestellten Lehrerinnen und Lehrer nicht länger akzeptieren. Doch nach nunmehr drei Verhandlungsrunden wird immer deutlicher, dass die Verhandlungen in einer Endlosschleife zu versacken drohen. Die Tarifkonferenz der GEW Thüringen will auf die stockenden Verhandlungen aufmerksam machen und die Forderungen der Lehrerinnen und Lehrer bekräftigen. Geplant sind neben den einführenden Worten des GEW-Landesvorsitzenden Jürgen Röhreich und seiner Stellvertreterin und Leiterin der Referates Angestellten- und Beamtenpolitik Bärbel Lippert auch Redebeiträge betroffener Lehrkräfte, z. B. aus berufsbildenden Schulen und Gymnasien, aber auch Lehrkräfte für besondere Aufgaben und Berufseinsteiger. Die aufgestellten Forderungen werden im Anschluss an die Landesregierung übergeben. Symbolträchtig soll eine Schultüte überreicht werden, die auf den Bedarf qualifizierten Nachwuchs und entsprechender Tarife für die angestellten Lehrkräfte verweist. Die Tarifkonferenz findet am 11. März 2010 statt. Sie beginnt um 16 Uhr im Großen Hörsaal des Gästehauses in der Werner-Seelenbinder-Straße 14, gegenüber dem TMBWK. Erwartet werden etwa 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus ganz Thüringen. Sie sind herzliche eingeladen, über die Tarifkonferenz zu berichten. Für weitere Fragen richten Sie sich bitte an die zentrale Rufnummer 0361/590 95 0.
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