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Aktuelles Verhandlungen zur Entgeltordnung des TV-L Entgeltordnung für Lehrkräfte - Ihre Meinung ist gefragt | ||||||
| Entgeltordnung für Lehrkräfte - Ihre Meinung ist gefragt | ||||||
| Wie gerecht kann die Bezahlung der Lehrkräfte sein? | ||||||||||||||||||||
| Gleiche Bedeutung – gleiche Belastung – gleiche Ausbildung – gleiche Eingruppierung? aus tz 11/2009 „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ – eine alte Forderung der Gewerkschaftsbewegung, deren Erfüllung das normalste der Welt zu sein scheint. Es scheint aber nur so zu sein. Noch immer gibt es in Deutschland Ost – West (und auch Nord – Süd) Unterschiede bei der Entlohnung gleicher Arbeit und noch immer werden Frauen für die gleiche Arbeit oft schlechter bezahlt als ihre männlichen Kollegen. Die GEW will mit ihren Forderungen zur Eingruppierung der Lehrkräfte diesem Ziel wieder ein Stück näher kommen. Wir fordern deshalb, wie übrigens auch der VBE – Verband Bildung und Erziehung – und die dbb-tarifunion, keine unterschiedliche Bezahlung von Lehrerinnen und Lehrern, nur weil sie in verschiedenen Schularten arbeiten. Natürlich provoziert das die Frage: Ist die Arbeit in Grundschulen, Regelschulen, Förderschulen, Gymnasien, Gesamtschulen und berufsbildenden Schulen gleich? Genauso schwierig ist sicher eine Antwort mit einen einfachen JA oder NEIN. Ich tendiere sogar zu einem NEIN, weil die Arbeit an den unterschiedlichen Schularten sicher anders ist. Die Schülerinnen und Schüler sind anders, die haben unterschiedliche Entwicklungsstände und das verlangt schon ein anderes Arbeiten. Da das Schulsystem die Sortierung der Schüler nach Leistung, aber auch nach sozialen und individuellen Gegebenheiten verlangt, muss auch mit gleichaltrigen Schülern in unterschiedliche Schularten anders gearbeitet werden. Anforderungen an Pädagogen sind dadurch auch andere. In der aktuellen Diskussion um die GEW-Forderung nach gleicher Eingruppierung aller Lehrer hört man oft Argumente wie: „der Korrektur- und Vorbereitungsaufwand oder auch der wissenschaftliche Anspruch an Unterrichtsinhalte z. B. am Gymnasium (besonders in der Oberstufe) ist höher als an andere Schularten, deshalb sei für diese Art der Lehrertätigkeit eine längere Ausbildung erforderlich und letztlich eine höhere Bezahlung gerechtfertigt.“ Ich will das hier nicht kommentieren, nur mal die Frage stellen, wie man folgende Fakten hinsichtlich der Eingruppierungsfrage einordnen müsste: In einer Untersuchung der Uni Freiburg zur Lehrergesundheit wurde festgestellt, dass 53 % der Lehrer/innen in Hauptschulbildungsgängen und 29 % an Gymnasien regelmäßig durch Schüler persönlich beleidigt werden. Über 7 % der Lehrer/innen in Hauptschulbildungsgängen wird permanent Gewalt angedroht und gegen 2,1 % sind Schüler auch tätlich geworden. In Gymnasien sind das 0,9 % bzw. 0,5 %. Um es deutlich zu sagen: Es ist deutlich zu viel an allen Schularten. In der gleichen Untersuchung nannten übrigens die Lehrerinnen und Lehrer aller Schularten zu große Klassen und den Umgang mit schwierigen Schülern als Hauptbelastungsfaktoren im Beruf an. Die hohe Pflichtstundenzahl wurde erst an dritter Stelle genannt. | |||||||||||||||||||
| Wie steht es nun mit der Lehrerausbildung? | ||||||||||||||||||||
| Die GEW fordert eine gleichwertige Hochschulausbildung für die Lehrer / innen aller Schularten. Dazu gehört, nach der Umstellung auf das Ba-Ma-System ein 4-jähriger Bachelor plus ein 2-jähriger Master. Das garantiert allen Studierenden einen anerkannten Hochschulabschluss mit 300 Leistungspunkte. Schließt sich daran noch der Vorbereitungsdienst von zwei Jahren mit erfolgreicher 2. Staatsprüfung an, sind die Voraussetzungen für die Entgeltgruppe 14 erfüllt. Träumerei? Nein, in Sachsen ist die Lehrerausbildung so gestaltet. Thüringen hat leider im letzten Jahr eines der rückschrittlichsten Lehrerbildungsgesetze in Deutschland verabschiedet. Für Grundschullehrer gibt’s ein kürzeres Studium mit 240 möglichen Leistungspunkten am Ende, Regelschullehrer haben 270 Leistungspunkte am Ende des Studiums. Nur die Studierenden der Lehrämter Gymnasien, berufsbildende Schulen und Förderschulen können 300 Leistungspunkte und damit eigentlich einen anerkannten Hochschulabschluss erreichen. Wofür würden Sie sich entscheiden? In Thüringen hat die Laufbahnverordnung die Struktur der Lehrerausbildung bestimmt. Ein Fehler, der schnell korrigiert werden sollte. ![]() | ||||||||||||||||||||
| Betonung der Gemeinsamkeiten sind für alle gewinnbringender | ||||||||||||||||||||
| Unterschiede zwischen den Schularten gibt es genug und deren Betonung schadet allen Beschäftigten. Für die GEW sind aber die Gemeinsamkeiten bedeutsamer. Ich sage: Die Tätigkeit an sich ist in den Schularten unterschiedlich. Bildungs- und Erziehungsschwerpunkte müssen anders gesetzt werden, methodische Anforderungen sind anders aber die Arbeit ist an allen Schularten gleichwertig. Wir als Lehrkräfte sollten uns auf das besinnen, was uns verbindet, was wir gemeinsam haben, nur dann können wir das Ziel einer gerechten, nicht nach Schularten getrennten und vor allem bessere Eingruppierung erreichen. | ||||||||||||||||||||
| Schreiben Sie uns Ihre Meinung | ||||||||||||||||||||
| Schreiben Sie uns Ihre Meinung zu den Forderungen der GEW und den laufenden Tarifverhandlungen zur Eingruppierung der Lehrkräfte. | ||||||||||||||||||||
| Meinungsäußerungen unserer Kolleg/innen | ||||||||||||||||||||
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| GEW-Blog zum Thema | ||||||||||||||||||||