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| | Wir bedanken uns herzlich bei den bisherigen Teilnehmern unserer Aktion und stellen Ihnen im folgenden einige interessante Wortmeldungen vor.
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| | Uwe Chour, Nordhausen:
Erstmal vorweg:Ohne Gewerkschaften sähe es noch schlimmer in Deutschland aus was die Arbeitnehmerrechte betrifft! Meine/Unsere GEW hilft mir auch als verbeamteten Kollegen (Wieso treten eigentlich so viele frisch verbeamtete KollegInnen aus?), wenn ich Probleme habe. Sind es die Mitarbeiter der LGS oder die ehrenamtlichen Mitstreiter in den Referaten, wenn man Hilfe benötigt, wird sie einem zuteil. An der Basisarbeit als KV-Mitglied stört mich das mangelnde Interesse an unseren ureigensten Interessen; dieses Bequemlichkeitsdenken und Sättigungsverhalten ist erschreckend! Neue Mitglieder zu gewinnen ist schwer. Gemerkt habe ich, wenn man Leute gezielt anspricht, ist manches besser.
Außerdem sollte die Arbeit von unten nach oben konstruktiver funktionieren (schwierig!). Realist muss man bleiben und sich und anderen nicht zu viel zumuten, denn der Mensch wird erst wach, wenn es ihm richtig schlecht geht! Ich werde versuchen in meinem Bereich verstärkt die Basisarbeit in Verbindung mit Regionen und LGS zu intentivieren, wobei dies sicherlich kompliziert ist,aber mein pädagogischer Optimismus in die Lehrer- und Erzieherschaft des Landes Thüringen ist grenzenlos;ich denke nur an Demos in Berlin,Greifswald,Bonn und Erfurt mehrmals,da war ich stolz Lehrer zu sein!!!
Außerdem ist GEW Demokratie und viele in unserem Bereich Beschäftigte können auch nach 15 Jahren noch nicht damit umgehen,denn vom Vorgesetzten was gesagt zu bekommen ist einfacher als seine demokratischen Rechte mit einzubringen.Und da muss die GEW Seminare anbieten zum Thema Demokratie an Schule und deren Durchsetzung,denn ohne Lehrer- und Schulkonferenz läuft nichts!
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| | Jürgen Henning, Cobstädt:
Um ganz ehrlich zu sein, habe ich in den letzten Jahren wenig direkten Kontakt zur GEW, egal auf welcher Ebene gesucht und gehabt. Ich betrachte mich als Interessiertes Mitglied, ohne besonders aktiv zu sein.
Ich nutze die "unpersönlichen Angebote" regelmäßig und gern. Das heißt konkret den Infobrief, die Zeitschrift, Hinweise und Infos. Ich habe ganz spezielle Anfragen an die Rechtsstelle der GEW gerichtet und fühlte mich immer recht gut betreut. Auch die Teilnahme an Weiterbildungsveranstaltungen hat mir meist beruflich etwas gegeben.
Was mir ein wenig auf den Keks geht sind Meinungen, die mir ein schlechtes Gewissen einreden wollen, weil ich die passive Seite meiner Mitgliedschaft gewählt habe. Es wird immer zahlende Mitglieder geben. Was mich interessieren würde wäre ein Gesprächskreis, dessen einzigstes Ziel das Reden sein sollte, ohne Ansprüche auf messbare, überprüfbare Resultate.
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| | Steffen Gunkel, Nordhausen:
Hallo liebe GEW!
Ich freue mich, dass ich endlich mal die Gelegenheit habe mich direkt bei Euch zu bedanken. Denn dank der super Arbeit von Frau Kandraschow, in der Rechtsstelle Thüringen, habe ich endlich meine Anerkennung als Lehrer erhalten ( ich bin so ein 1991 fertig gewordener Polytechniker der PH Erfurt/Mühlhausen... ) und sofort im Anschluß daran gab es auch einen Job als Lehrer für mich. Das alles verdanke ich der Unterstützung der GEW!!! Wenn das kein Grund ist, GEW-Mitglied zu sein, dann weiß ich es auch nicht mehr.
Aber es gibt noch mehr Gründe, weshalb ich mit der GEW zufrieden bin. Vorallem die schnelle Anbindung an alle Informationen, die rund um das Lehrerdasein von Nöten sind, habe ich über den regelmäßigen E-Mail-Rundbrief. Ein eifriger Zeitungsleser bin ich nämlich nicht. Aber eine E-Mail entgeht mir nicht... So bin ich über diesen Service der GEW-Thüringen mehr als erfreut. Die Hinweise und Links haben mir schon so manchen guten Tip gegeben.
Weiterhin habe ich durch die GEW auch einen guten Partner in allen Fragen rund um meine tarifliche Versorgung gefunden. In der Verhandlung mit dem Freien Träger hat man doch einen anderen Backround. Ich glaube, dass ich entsprechend meiner Qualifikation ein optimales Gehaltsergebnis erzielen konnte. Wahrscheinlich hätte das ohne den Hinweis auf die GEW-Mitgliedschaft anderes ausgesehen...
Aber auch ansonsten gibt es mir ein gutes Gefühl dabei zu sein.
Für mich gibt es da also gar kein Überlegen:
GEW ist Pflicht und Kür zugleich!
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| | Ilona Kreitel, Eisenach:
Werte Kolleginnen und Kollegen,
mit dem Schuljahr 2004/05 wechselte ich in den Landesverband Thüringen der GEW. Alle Formalitäten wurden umgehend und kompetent erledigt. Dafür meinen Dank.
Was kann ich über das Wirken der GEW sagen? Zunächst einmal, dass mich die GEW-Zeitschriften und Newsletter regelmäßig erreichen, so dass ich mich zumindest über aktuelle gewerkschaftliche Probleme und Themen informieren kann. Um Informationen und rechtliches Sachwissen zu erhalten, lohnt der Besuch der website der GEW. Diese ist ansprechend und informativ gestaltet. Weiter so!
Das war\'s dann aber auch schon. Im Kollegenkreis scheint es keine Gewerkschaftsmitglieder zu geben bzw. niemand gibt sich zu erkennen. Vielleicht habt ihr eine Vermutung,woran das liegen könnte. Aus meiner Sicht ist die Gewerkschaft in meiner Einrichtung nicht präsent.
Sicherlich ist es schwierig in großen Schulen eine effektive Arbeit abzusichern und die Kollegen zu erreichen. Begrüßenswert wären Zusammenkünfte der Gewerkschaftsmitglieder.
Ein Austausch über die Probleme und Fragen der Mitglieder ist nach meiner Ansicht ein wichtiger Moment gewerkschaftlicher Arbeit. Ich denke, dass das persönliche Anschreiben der Kolleginnen und Kollegen ein geeigneter Weg ist, dies erst einmal anzuschieben.
Ihr fragt, welche Veranstaltungen oder auch Demonstrationen mich besonders angesprochen haben. In meiner Arbeits- und Lebensregion haben wohl keine Demos stattgefunden. Darum kann ich darüber nichts aussagen. Zu den Veranstaltungen möchte ich anmerken, dass ich gern zum Sommertreffen der GEW gefahren wäre, wenn zu diesem Zeitpunkt nicht noch wichtige schulische Veranstaltungen stattgefunden hätten. Solche Dinge sollten bei der Terminwahl beachtet werden.
Vorschlagen möchte ich auch zu prüfen, in wie weit ein Thema wie z.B.der Gesundheitsschutz in die Kreisverbände getragen werden kann.
Wenn nach den Vorteilen gefragt wird, die mir meine Mitgliedschaft gebracht hat, muss ich rückblickend auf das vergangene Schuljahr urteilen: keine fassbaren und der Gewerkschaft zuzuordnenden.
Sollte nunmehr der Eindruck entstanden sein, dass hier ein pessimistischer Mensch schreibt, dann trügt dieser. In diesem 2.Mitgliedsjahr in der Thüringer GEW wird die Suche nach anderen Gewerkschaftern hoffentlich erfolgreich sein. Zudem stehen ja Personalratswahlen an. Das lässt mich in diesem Punkt hoffen. :O)
Ich bin schon mal gespannt, wie das anläuft.
Viel Kraft für eure Arbeit!
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| | Matthias Schönbeck, Wilchwitz
Ich habe mir oft die Frage gestellt, welche Gründe Menschen bewegen, in die GEW (oder auch in eine andere Gewerkschaft) einzutreten. Die Motive, da man als Argument den \"Klassenkampf\" anführte, sind meiner Meinung nach vorbei und an eine Schüssel- und Rechtsschutzversicherung, die die Mitgliedschaft ja wohl beinhaltet, kann man auf andere Weise kommen. Auch glaube ich nicht (oder will es nicht glauben), dass allein die Tarifpolitik der Grund für eine Mitgliedschaft ist.
Nein, ich denke derartige Gründe spielen heutzutage nur eine untergeordnete Rolle. Vielmehr sehe ich gesellschaftliche Entwicklungen als eine der Hauptursachen für eine organisierte und interessengeleitete Mitgliedschaft. Dies war auch mein zentraler Beweggrund für den Eintritt (Für Pädagogen gibt es zahlreiche andere Verbände, die die Belange ihrer Mitglieder z.T. fokussierter vertreten). Die GEW hat meiner Ansicht nach ihre Zukunft in einer Synthese interessengeleiteter und gesellschaftliche Themen. Das bedeutet aber vor allem, dass die Basisarbeit forciert wird. Mein eigenes Empfinden besagt, dass insbesondere GEW`ler aktiv mitarbeiten, wenn sich bereits anderweitig engagieren. Aus meiner Arbeit mit Studenten habe ich bemerkt, dass viele junge Menschen grundlegend bereit sind, gesellschaftliches und interessengeleitetes Engagement zu zeigen. Notwenig sind aber klare Vorstellungen über mittel- und langfristige Ziele der GEW. Künftige Pädagogen wollen wissen, für WAS sie si ch einsetzen können. Das WIE, also die methodische Seite der Arbeit, wird von ihnen auf beeindruckende Weise eingebracht und entwickelt. Es sollten daher gezielt jungen Menschen – Studenten und Referendare – angesprochen werden.
Mein letztes persönliches Engagement in der GEW liegt ein Stück zurück. Ich wurde in die Gruppe LABBS sehr gut aufgenommen und hatte immer ein gutes Gefühl, bei den Diskussionen und Entscheidungen. Die Basisarbeit gab mir ein Stück Identität, ein Stück Bodenhaftung und zahlreiche Anregungen. Aber gleichzeitig nahm sie mir auch etwas die Visionen, da sich viele Entscheidungen an der finanziellen Basis ausrichteten. Als nachteilig empfand ich, dass kaum schulartübergreifende Zusammenarbeit stattfand und jedes Mitglied ein kleiner „Experte“ auf seinen Gebiet war, aber eben nur dort.
Auf Grund meiner jetzigen Tätigkeit bringe ich mich in anderen gesellschaftlichen Gruppen ein und kann die Entwicklung der Basisarbeit in der GEW nur aus der Vogelperspektive wahrnehmen.
Ich wünsche euch weiterhin viele gute Ideen.
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