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Buchvorstellungen

Klemens Himpel & Thorsten Bultmann "Studiengebühren in der gesellschaftlichen Auseinandersetzung"

Klemens Himpele, Torsten Bultmann (Hg.): Studiengebühren in der
gesellschaftlichen Auseinandersetzung. 10 Jahre Aktionsbündnis gegen
Studiengebühren (ABS): Rückblick und Ausblick, BdWi-Verlag, Marburg
ISBN 978-3-939864-07-3, April 2009, 288 Seiten, 12,00 EUR

Hier kann das Buch bestellt werden.



Das Aktionsbündnis gegen Studiengebühren (ABS) ist nicht nur eines der größten - und noch ständig wachsenden - bildungspolitischen Bündnisse des Landes, sondern mittlerweile schon zehn Jahre alt. Es hat in dieser Zeitspanne Niederlagen erlitten, etwa die Aufhebung des bundesgesetzlichen Verbotes von Studiengebühren, und zu Teilerfolgen wie ihrer parlamentarischen Abschaffung in Hessen beigetragen.

Zugleich spiegelt die ABS-Geschichte die Leidenschaft und Heftigkeit wider, in der hierzulande um Studiengebühren gestritten wird. Das hat damit zu tun, dass diese nicht nur ein bildungspolitisches Instrument neben vielen anderen sind, sondern ein zentrales Kettenglied der ›Ökonomisierung‹ der Hochschulen. Mehr noch: Studiengebühren stehen für die gesamtgesellschaftliche Dimension einer der neoliberalen Ideologie verhafteten Ersetzung öffentlicher Bildungsfinanzierung - und staatlicher Daseinsvorsorge generell - durch Kostenprivatisierung und ›Eigenverantwortung‹.

So ist das zehnjährige Jubiläum des ABS ein geeigneter Anlass, um durch unterschiedliche Autorinnen und Autoren, welche dem ABS mehr oder weniger politisch eng verbunden waren, alle politischen, sozialen, juristischen, intellektuellen - manchmal auch komischen - Facetten des Kampfes um Studiengebühren zu beleuchten. Daraus ist ein durchaus auch (selbst-)kritischer Rückblick geworden, der zugleich Ausblicke und Perspektiven inspiriert





Jens Wernicke „Hochschule im historischen Prozess – Zum Verhältnis von Universitätsentwicklung, Klassengesellschaft und Macht“

Hochschule im historischen Prozess

Mit Jens Wernickes „Hochschule im historischen Prozess – Zum Verhältnis von Universitätsentwicklung, Klassengesellschaft und Macht“ erscheint nun der 13. Teil der Serie. Die historisch-materialistische Tiefenanalyse des Wandels der deutschen Hochschulstrukturen und der durch die jeweiligen historischen Formen spezifisch geprägten hochschulpolitischen Konflikte während der letzten 200 Jahre werden als soziale (Klassen-)Auseinandersetzung um gesellschaftliche Positionen dargestellt. Denn eine zentrale Funktion des öffentlichen Bildungssystems mit den Hochschulen an seiner Spitze ist es, soziale Ungleichheit zu legitimieren, indem diese mit Bildungsunterschieden begründet und jene wiederum auf amtlich zertifizierte Unterschiede an Begabung und Eignung zurückgeführt werden. Dies ist zugleich ein Prozess der Individualisierung und Naturalisierung, welcher die sozialen Strukturen, über die sich gesellschaftliche Ungleichheit reproduziert, entpolitisiert.

Der Band ist ab sofort beim AStA FU (Otto von Simson Str. 23, 14195 Berlin oder per Mail: E-Mail-Adresse) und allen gut sortieren studentischen Cafés kostenfrei erhältlich.
http://astafu.blogsport.de/2009/04/03/hochschulpolitische-reihe-band-13/




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