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| Am 25./25. September 2009 trafen sich der GEW-Landesvorstand, Vertreter von Betriebs- und Personalräten der GEW sowie Mitglieder der Tarifkommission zu einer Strategiekonferenz, um begleitende Maßnahmen für die Tarifverhandlungen zur Entgeltordnung vorzubereiten.
Gastreferentin war dazu Dr. Sabine Gerold, Landesvorsitzende der GEW Sachsen und Mitglied der Verhandlungsrunde zur Entgeltordnung. Eine entsprechende Kampagne, die zur Unterstützung der Tarifrunde gestartet wird, steht unter dem Motto. „besser. gleich“.
Sabine Gerold führte aus, dass der Bildungsbereich in Deutschland aufgrund egoistischer Landesregierungen gekennzeichnet ist durch erhebliche Statusunterschiede bei Bezahlung, Arbeitszeit, Vergütungen und Sonderzahlungen. Ein verkorkstes Bildungssystem ist untersetzt mit einem verkorksten Tarifsystem. Kein Wunder, dass Besitzstandserhaltungsstrategien bei Berufsverbänden und Interessenvertretern, wie z. B. bei den Philologen, in der derzeitigen Tarifrunde auf der Tagesordnung stehen.
In der Diskussion setzte sich jedoch die Meinung durch, dass es nicht um das Trennende geht, sondern die Leistungen der einzelnen Schularten in ihrer Gesamtwirkung herausgestellt werden müssen. Die Tätigkeit soll im Vordergrund stehen, und da müssen sicher einige Schranken in den Köpfen abgebaut werden. Dabei geht es nicht um Gleichmacherei, sondern um Gleichwertigkeit der Tätigkeiten. Lehrer an den Grundschulen schaffen wesentliche Voraussetzungen für die Arbeit an weiterführenden Schulen. Wenn die Übergänge da nicht immer klappen, sollten Möglichkeiten gesucht werden, bei denen die Schulen auf einander zugehen und gemeinsam beraten, wer welche Anforderungen stellt und wie sie erfüllt werden. Das ewige Auseinanderdiskutieren um die Wertigkeit der schulischen Arbeit hat bisher nichts gebracht und wird auch in Zukunft nichts bringen.
Deshalb lautet eine Forderung der GEW:
In Zukunft darf es keine Bezahlungsunterschiede zwischen Lehrkräften mehr geben – egal, in welcher Schulform sie unterrichten. In der Entgeltordnung wird festgelegt, welche Tätigkeit welcher Entgeltgruppe zugeordnet wird. Sie bildet damit das Herzstück eines jeden Tarifvertragswerks.
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