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Nein zur Familienoffensive
In der Auseinandersetzung um die Familienoffensive der Landesregierung hat sich die GEW Thüringen intensiv mit eingebracht. So wohl am Aktionstag 7.11.05 als auch bei den Demonstrationen in Altenburg (3.12.05) und am 8.12.05 waren unsere GEW-Mitglieder an vorderster Stelle zu finden. Den Organisatoren der Demo am 8.12.05 war klar: Zum Zeitpunkt der Demo vor dem Landtag wird das Gesetz zur Familienförderung beschlossen sein. Die CDU-Fraktion setzte nach der Pleite auf dem CDU-Parteitag alles daran, Geschlossenheit zu demonstrieren.
Die mehr als 500 Teilnehmer der Demo wollten aber nicht nur Ihre Empörung über die arrogante Haltung der Landesregierung zum Ausdruck bringen. Sie zeigten sich auch entschlossen, das Volksbegehren gegen die Familienoffensive zu unterstützen.
Die GEW Thüringen hatte mit umfangreichen Berechnungen und Dokumentationen die Schattenseiten der Familienoffensive öffentlich gemacht: - Mindestens 30 Millionen EUR weniger für die Kindertagesstätten, - Höherer Elternbeiträge für die Kindergartenplätze - mehr als 700 Erzieherstellen in Gefahr.
Eigentlich soll die „Offensive“ verschleiern, dass Millionen EURO weniger für Kindertagestätten ausgegeben werden. Das hatte auch die Aufmerksamkeit der Tagespresse geweckt. In zahlreichen Beiträgen setzten sich die Autoren mit unseren Zahlen und Fakten auseinander, viele Träger bestätigten unsere Berechnungen.
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| | 1. Denkt Euch, ich habe den Paul gesehn Er geht in die Kita, in die Gruppe 10.... Die Mutti hat ihm früh berichtet Dass sie auf 150 Euro verzichtet. Sie wird ihn in die Kreistadt bringen Da kann er mit anderen spielen und singen Paul hat erst genölt, wollte zu Hause bleiben Das wollte die Mama gar nicht leiden. „Du sollst doch was lernen, sieh dir Paula an, das geht nur mit einem Bildungsplan“!
2.„Von Papa könnte ich so viel lernen doch der ist stets weg, das mag ich nicht so gerne“! „Ach Paulchen, du weißst doch, Papa ist flexibel der arbeitet in Hessen und schleppt dort die Kübel. Nun komm, mein Paulchen und mach kein Theater, du hast ja noch einen Landesvater. Laut Malbuch kümmert er sich um Dich!“ Da meckert Paul: „Das merk ich nicht. Wie denn – zwei Väter gehören mir ?? Warum fährt nicht der andere und Papa bleibt hier?“
3. Im Nachbardorf gibt auch es keine Kita mehr Die Räume dort stehen kalt und leer So muss Mama Paul schon seit zwei Jahren Paul und Paula in die Kita der Kreisstadt fahren. Auf der Fahrt kann Paul auch Dinge sehn, die gar nicht im CDU-Malbuch stehn. Er sieht leere Häuser und Fabrikgebäude und auf den Straßen nur ganz wenig Leute. 4. Beim Gemeindeamt schaut der Bürgermeister raus Und sieht so ziemlich traurig aus. Mama fragt: „Was blickst du so traurig in die Welt? Laut Malbuch bekommst du doch so viel Geld! Du brauchst doch die Euros nur umzuschichten Und kannst vielleicht noch ne Bank einrichten“. Der Bürgermeister ruft: „Das ist alles Mogel“ Und der zeigt der Mama frech einen Vogel. „Mama, siehst du den Mann, der die Hand aufhält?“ „Das ist einer, der kriegt kein Weihnachtsgeld“, sagt Mama und hält an der Ampel an, so will es der rote Ampelmann
| 5. Drei Kilometer vorm Kindergarten müssen Paul und die Mutti an der Tankstelle warten Dort sieht Paul jedes Mal andere Zahlen Drei davon kann er jetzt schon malen! In der Kita sind die Mütter schon angekommen, Die hat die Leiterin bei Seite genommen. Sie zeigt auf das Malbuch und verkündet allen: “Blatt Nummer 12 ist weggefallen! Das Darlehen für das Kinderzimmer Bleibt vorerst nur ein blasser Schimmer. Es liegt nicht an den alten Kiefern: “IKEA kann so schnell nicht liefern“!
6. Denkt euch, ich habe den Paul gesehn Er kam aus der Kita, die Mütze voll Schnee. Mama überlegt, als sie zum Auto geht: “Man müsste so leben, wie`s im Malbuch steht. Aber erst werde ich die Küche kehren Und dann geht's zum Stimmen sammeln für`s Volksbegehren!“

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